Besonderer Weihnachtsmarkt 20188. Dezember 2018
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Geschichte

30 Jahre “Besonderer Weihnachtsmarkt” in Krefeld

1987: Der Anfang

Im Jahr 1987 fanden sich die damaligen Gruppen der Krefelder Eine-Welt-Arbeit in einer Initiative zusammen, um einen gemeinsamen Markt durchzuführen. Ein Jahr später führten etwa 30 Gruppen den ersten Besonderen Weihnachtsmarkt durch. “Ein eindrucksvolles “Beispiel der Solidarität” urteilte die Presse im Dezember 1988. Dieser erste Markt innerhalb der “Bannmeile” des Rathauses erforderte erhebliche Anstrengungen und Absprachen zwischen Verwaltung und Marktbetreibern, aber der erste Schritt war damit getan.

1989: Ein neuer Standort

Leider stellte sich jedoch der Standort Rathausplatz als problematisch heraus. Abgeschnitten von der City durch die St. Anton-Straße und damit von den Besuchern der Innenstadt fanden über den Tag verteilt nur ein paar hundert Besucher zu unserem Weihnachtsmarkt. Im nächsten Jahr kam es dann direkt zu zwei Neuerungen: Zum einen öffnete sich der Markt für alle sozial und karitativ tätigen Gruppen in Krefeld, und zum anderen wählte die Initiative den südlichen und nördlichen Teil des Dionysiusplatzes vor dem “Hintereingang” des Schwanenmarktes. Die Platzwahl erwies sich als Glücksgriff.

Auf dem zweiten “Besonderen Weihnachtsmarkt” brummte es. Die Besucher zeigten sich interessiert von dem bunten Treiben und dem vielfältigem, zum Teil auch ungewöhnlichen Angebot von Essen, Gebasteltem und Informationen. Mit 37 teilnehmenden Gruppen wurde der Standort dann im Jahr 1990 rund um die Dionysiuskirche erweitert.

1991: Der gewerbliche Weihnachtsmarkt braucht Platz

Aus der Tagespresse erfuhren die Teilnehmergruppen und Organisatoren im Januar 1991, dass der gewerbliche Weihnachtsmarkt seine Flächen neben dem Standort Alte Kirche zusätzlich auch auf den Dionysiusplatz ausweiten wollte. Schade, wurde doch die Initiative nicht im Vorfeld gefragt oder zu Beratungen oder zu einer Stellungnahme eingeladen.

Mitten in den Vorbereitungen und Organisation platzte die Bombe: Der “Besondere” musste weichen. Die Stimmung war natürlich nicht besonders gut. Mit der Einbeziehung der Breitestraße musste sich der nächste “Besondere” auf den nördlichen Dionysiusplatz beschränken. Da die Breitestraße für den “Besonderen Weihnachtsmarkt” teilweise gesperrt wurde, führte dass zu erheblichen Beeinträchtigungen für den Autoverkehr.

Bei den nächsten Märkten verzichtete die Initiative auf die Breitestraße – unter Ausnutzung des letzten Quadratzentimeters, obwohl die Zahl der teilnehmenden Gruppen sich von Jahr zu Jahr stets vergrößerte. Als erster Großveranstalter setzte der Besondere Weihnachtsmarkt ein Spülmobil ein, um den besonderen Ansprüchen der Teilnehmer gerecht zu werden.

2000: Ein gelöster Konflikt

Ein neues Jahrtausend beginnt, ein neuer Standort war fällig: Wieder einmal beanspruchte der kommerzielle Markt zusätzlich die Fläche des Besonderen Weihnachtsmarktes. Die gemeinsamen Planungen mit der städtischen Verwaltung verliefen jedoch konstruktiv und harmonisch. Dies sollte der letzte Ortswechsel sein, so wurde es versprochen, doch im nächsten Jahr tauchte die Vision “Eisbahn” an der Alten Kirche auf.

Die gesamte Planung des aktuellen Weihnachtsmarktes mit der Zuweisung der entsprechenden Standflächen, die das jeweilige Angebot und die Besonderheiten wie Gasbetrieb, Stromversorgung, Berücksichtigung der Anlieger-Interessen und anderer örtlicher Besonderheiten war schon erfolgt. Trotzdem wurden die Organisatoren des “Besonderen Weihnachtsmarktes” auch mit diesem Problem fertig, da die Eisbahn als eine Ergänzung und Steigerung der Attraktivität angesehen wurde. Auch die erhebliche Vergrößerung der Eisbahn 2002 wurde gemeistert, und seitdem findet alljährlich der Besondere Weihnachtsmarkt am Samstag vor dem zweiten Advent mitten in der Innenstadt Krefelds statt. Die Eisbahn ist nach drei Jahren “geschmolzen”, und der “Besondere Weihnachtsmarkt” erfährt immer mehr Zuspruch von Gruppen und von Besuchern. Der Markt verbindet die Marktstraße über die Wiedenhofstraße und dem Platz an der Alten Kirche mit dem Schwanenmarkt.

2018: Ein neuer Sprecherrat

Nach nunmehr 30 Jahren engagierter Arbeit hat sich der bisherige Sprecherrat dazu entschlossen, sich zurückzuziehen und die Aufgaben an eine jüngere Gruppe zu übertragen. Um diesen Übergang so unmerkbar wie möglich zu gestalten, wird der neue Sprecherrat in den Vorbereitungen zum 31. besonderen Weihnachtsmarkt noch tatkräftig vom alten Sprecherrat unterstützt und kann so den umfangreichen Erfahrungsschatz aus 30 Jahren besonderem Weihnachtsmarkt übernehmen.

Fazit und Ausblick

Der Besondere Weihnachtsmarkt ist seit 30 Jahren der sichtbare Ausdruck eines sozialen Krefelds, das sich mit seinen engagierten Verbänden, Vereinen, Initiativen und Bürgern für den fernen und nahen Nächsten, für die Bewahrung der Schöpfung und ein weltweites Zusammenleben in Frieden und Gerechtigkeit einsetzt.

Was macht den großen Erfolg des “Besonderen Weihnachtsmarktes” aus? An diesem Weihnachtsmarkt dürfen nur nicht-kommerzielle Gruppen, Organisationen oder Einrichtungen teilnehmen. Wenn an einem Stand ein Erlös erzielt wird, fließt er wohltätigen Zwecken zu. Weiterhin verpflichtet sich jede teilnehmende Gruppe zur Mitarbeit am Markt. So wird die Arbeit auf viele Schultern verteilt, denn der dreiköpfige Sprecherrat wäre gar nicht in der Lage, alles alleine durchzuführen.

Wann: Der Besondere Weihnachtsmarkt findet immer am Samstag vor dem 2. Advent auf dem Platz an der Alten Kirche in Krefeld statt.

Unser Marktplatz

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